Kosten

Wieviel kostet mich der Gang zum Anwalt?

Eigentlich eine sehr nahe liegende Frage - die trotzdem gar nicht so einfach zu beantworten ist.

Zunächst einmal stellt sich die Frage, wer muss den Anwalt überhaupt bezahlen? Im Zivilrecht, aber z.B. auch im Sozialrecht gilt das Prinzip, dass der Gegner den Anwalt zahlen muss, wenn man das Verfahren gewinnt. Anders im Familien- und im Arbeitsrecht: Dort bezahlt grundsätzlich jeder seinen Anwalt selbst – unabhängig vom Gewinnen oder Verlieren.

Hat man eine Rechtsschutzversicherung, muss man sich meist um die Kosten keine Sorgen machen. Trotzdem gibt es auch hier Einschränkungen: Im Familienrecht zahlen die Rechtsschutzversicherungen nur eine Beratung, alle anderen Tätigkeiten des Anwaltes muss man selber bezahlen. Im Sozialrecht zahlen die Rechtsschutzversicherungen erst, wenn der Anwalt im Rahmen eines Gerichtsverfahrens tätig wird.

Die Gebühren eines Anwaltes sind in einem Gesetz (" „Rechtsanwaltsvergütungsgesetz“" - RVG) festgelegt. Allerdings kann man mit dem Anwalt auch etwas anderes vereinbaren, z.B. einen Stundensatz. Im RVG sind die Kosten nach verschiedenen Kriterien gestaffelt. Unterschieden wird zwischen Gebühren für Gerichtsverfahren, außergerichtlicher Tätigkeit und Beratung. Je aufwendiger die Tätigkeit des Anwaltes, desto höher sind die Gebühren – dies leuchtet unmittelbar ein. Doch die Gebühren richten sich auch nach einem sogenannten Gegenstandswert. D.h. um was für einen „Wert“ bzw. um wieviel Geld geht es bei der anwaltlichen Tätigkeit? Je größer der Wert, je höher der Geldbetrag, desto teurer sind dann auch die Anwaltsgebühren.

Ist man mittellos oder hat nur geringes Einkommen, so dass man keinen Anwalt bezahlen kann, hat man Anspruch auf Beratungshilfe oder Prozesskostenhilfe. Diese kann man entweder bei dem Amtsgericht seines Wohnsitzes oder bei dem Gericht, bei dem man seinen Prozess zu führen hat, beantragen. Auch hier kann das Ergebnis unterschiedlich ausfallen: Man kann in vollem Umfange Prozesskostenhilfe bekommen oder auch nur teilweise, so dass man mit monatlichen Ratenzahlungen zu den Prozesskosten beitragen muss. Weitere Informationen finden Sie hier.

Die Dienstleistungen meiner Kanzlei rechne ich in aller Regel nach dem RVG ab. Eine Erstberatung kostet gemäß den RVG-Vorschriften (§§ 4, 14, 34 RVG) je nach Umfang und Schwierigkeit der Sache zwischen 90 - 190 EUR zzgl. 19 % Mehrwertsteuer. Für Unternehmen biete ich auch individuelle, auf die jeweilige Firma zugeschnittene Beraterverträge an. Eine Orientierung bzw. Informationen über die Kosten meiner Inanspruchnahme in Ihrem konkreten Fall sind (selbstverständlich kostenfrei) jederzeit telefonisch möglich.